Alkohol beeinträchtigt nicht nur Konzentration und Reaktionsvermögen – auch unsere Augen reagieren bereits auf geringe Mengen. Besonders beim Autofahren in der Dämmerung oder bei Nacht kann dies die Verkehrssicherheit deutlich beeinträchtigen.
Ein Grund dafür ist der Einfluss von Alkohol auf den Tränenfilm, der die Augenoberfläche schützt und für eine klare Sicht sorgt. Wird dieser gestört, können die Augen schneller austrocknen. Die Folge: Licht wird stärker gestreut, Scheinwerfer blenden intensiver und Kontraste lassen sich schlechter erkennen.
Hinzu kommt, dass Alkohol die Anpassungsfähigkeit der Augen an unterschiedliche Lichtverhältnisse verlangsamt. Beim Wechsel zwischen hellen und dunklen Bereichen – etwa durch entgegenkommende Fahrzeuge – benötigen die Augen länger, um sich neu einzustellen. Hindernisse, Fußgänger oder Radfahrer werden dadurch unter Umständen erst verspätet wahrgenommen.
Auch das räumliche Sehen, die Einschätzung von Entfernungen und die Blickkoordination können bereits bei niedrigen Alkoholwerten beeinträchtigt sein. Zusammen mit einer verminderten Aufmerksamkeit und verlängerten Reaktionszeit steigt das Unfallrisiko erheblich.
Für sicheres Sehen gilt deshalb: Wer Alkohol getrunken hat, sollte kein Fahrzeug führen – auch dann nicht, wenn man sich noch fahrtüchtig fühlt. Denn gutes Sehen ist eine wesentliche Voraussetzung für sicheres Handeln im Straßenverkehr.
